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Ein Uhuhertzlicher Willekumm in unserem Reyche !

Die Krallenburg

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Schlaraffia Villa ad aquas (174)

Als dereinst vor manchem Jahr
Der Winter noch ein Winter war,
da stöhnten vielfach Platz und Strassen
vor lauter Schnee, gefallen oft in Massen.
Doch dieser Zauber scheint vorbei,
denn ob der Klimawandelei
tät sich fallweis nur mehr Regen
auf den Staub der Strassen legen.
Und könnt´ man den Wettergott belauschen,
er möcht´ den Winter mit dem Sommer tauschen.

Unserm Hauptplatz aber kann dies nichts anhaben,
dort kann man weiter Punsch und Glühwein laben;
doch wo man einst an Ständen sich gedrängt,
das Volk sich heut in teure Hütten zwängt,
Alt und Jung kann so in der Wärme saufen
und sich im Trocknen um die Gläser raufen.
Wo früher man das Christkind konnt´ erwarten,
zum Advent der Hütten muss jetzt jeder starten.

Advent das heisst noch immer Ankunft und Erwartung
dass man nun auf Hütten wartet, ist typische Entartung,
Weihnacht, Christkind, Nikolaus,
die schliesst man aus der Sprache aus
und niemand sollte sie mehr hören,
denn das könnte doch Migranten stören.
Deren Frauen sieht, wie früher kaum einmal,
man schwarz verschleiert jetzt in grosser Zahl.
Sie gehn umher, oft schwanger gar
und meist umringt von eigner Kinder Schar.

Schlaraffen aber folgen andrer Sitte
lenken hin zur Burg heut ihre Schritte
zu feiern wiederum des Winters Kinder
denjenigen des Sommers auch nicht minder.
Strömt herbei mit Burgfrau sowie Tross,
geöffnet ist des Burgtors Schmiedeschloss
Atzung und Labung erfüllen jeden Wunsch,
besser jedenfalls, als Glühwein oder Punsch.

Alle Sassen, die geboren einst im Winter
von Lethe- hin bis Ostermond als Knabenkinder,
sie sollen jetzt im Reych gefeiert werden,
dass sie ein Jahr älter wieder sind auf Erden.
Sie selbst versuchen wiederum auf´s Beste
Revanche zu geben für die sommerlichen Feste,
die mit Freuden sie dereinst genossen
an den Jubeltagen sommerlich geborner Reychsgenossen.
So mögen nun an diesem Schlemmertage,
alle warten schon, was keine Frage,
sich im hohen Rittersaal die Tische biegen
von Quell und Atzung, die alsbald köstlich darauf liegen.

Zuvor jedoch wie stets den Damen unsern Gruß!
Nehmt hin dafür nicht nur den Händekuß,
dass ihr geneigt, erneut dies Fest heut zu versüßen
und uns die Freude schenkt, euch herzlichst zu begrüßen.
Einst war hier der Schewi dann am Zug
er küsste alle Damen gleichsam wie im Flug.
Inzwischen war er leider uns entkommen
hat ihm der Zahn der Zeit die Schneid genommen?
Selbst wenn er heut leibhaftig wär´ erschienen
tät er eine Burgfrau kaum, wie einst, bedienen.
Trotzdem wie jedes Jahr, auch heut es sei,
herein in unsre Burg in Leiniggasse 10 + 3,
um hier umhegt, beschirmt von Uhus Schwingen
mit uns Sassen diese Zeit in Eintracht zu verbringen.

Sei´s also drum, jetzt geht es in´s Detail,
die Wintermänner halt´ ich einzeln feil,
sie werden alle jetzt auf´s Korn genommen
dazu sind sie ja schließlich hergekommen.
Man sollt´ vielleicht nicht Jahr und Alter nennen,
denn mancher mag sich nicht bekennen,
dass er älter und der Jahre Zahl gestiegen.
will lieber eitel sich im  Wahne wiegen,
dass sich jugendhaft noch alle Glieder regen
und dies vorweg der hübschen Damen wegen.
Doch dieses werd´ ich sicher bleiben lassen
und ohne Rücksicht auf so manchen Sassen,
wird jetzt der Reihe nach man angeführt,
gleich ob´s den Einen oder Anderen geniert.

Heissa, heissa ruft Med Bull
meine Ordi, die ist voll,
voll der Burgfraun schöner Hunde,
tagaus, tagein, zu jeder Stunde!
Dazu kommt, welch grosse Ehre,
das Präsesamt der Vetrinäre.
Doch nicht genug der Stiere, Kühe, Gäule,
stärkt er der Villa Thron als feste Säule
und eingerammt in dessen Fundament,
ist er mit 59 voll in seinem Element.
Fungieret als des Reyches Herr und Hirt
und wartet, bis auf´s Jahr er 60 wird.

Claviribus der ASR
will dessen Vorsitz haben, bitte sehr!
Er fädelt dies mit Verve ein
und lässt im Reych sie unsre Gäste sein.
Denn diesen Mannen wollt er zeigen,
dass er dazu bestens sich tät eignen.
Nur mit dem Clo gab´s ein Problem
das war ihm viel zu wenig schön;
man musste es feudal gestalten,
mit neuer Muschel statt der alten,
und einem Deckel, es ist kaum zu fassen,
der von selbst verschließt, was man hineingelassen.
Dazu gekachelt ganz bis oben,
damit auch Damen in den Roben
ohne Furcht sich können setzen
und keinesfalls den Po benetzen.
Mit 63 wird es langsam Zeit,
das Conzil ist nicht mehr allzu weit;
und sinnvoll wär´s, ihm noch zu raten,
den ASR nach Grado ins Castello einzuladen.

Der Ädificus wird nunmehr älter,
trotzdem als jüngster Sasse zählt er.
Doch diesmal macht er zeitlich einen  Sprung
er wird tätsächlich 40 Jahre jung!
Der bei uns einzig zweifach Diplomierte,
der die Warmbadtherme konstruierte,
lässt im LKH in Villachs Gauen
Einzelzimmer für Schlaraffen bauen.
Mit extra Letheleitung wie auch Quell
bekämpft man das Verdursten schnell
und für Ganzmassagen par excellence,
dient eine exquisite Laufhausdependance.

Als Herold ist der Rt Streich
der Schönsten einer wohl in unserm Reych,
nur leider dreht er niemals sich im Kreis,
um sich dem Reych zu zeigen als Beweis.
Doch dieser wohlbekannte Saitenspringer
ist brauchbar auch für andre Dinger.
Wenn er im Orchester auf der Geige spielt
der Reychsmusikdirektor neidisch auf ihn schielt,
denn die Musike klingt wie neugeboren
und ist wie Balsam auf des Reyches Ohren.
63 wird der Streich jetzt bald,
für hohe Ämter keineswegs zu alt;
die Palette, die ist lang und breit
und das Reych stets für Beförderung bereit.

Mit dem Sperrling ist das so a Gschicht,
ein bessrer Mundschenk findt sich nicht,
doch schon dem Erbmundschenk fast nahe
schafft er noch immer nicht die Endreimpaare.
Dafür jedoch entschädigt er sogleich
als perfekter Quetschenkommödiant das Reych.
Zuletzt bei WoWos Fest, vor kurzem,
trug er die Ballade vor, vom Furzen.
Wenn´s dann auch stank wie Pestilenz,
wen wunderts, jeder litt an Flatulenz.
Und aufgrund von diesen Düften,
musst Ehe-mir drei der Tage lüften.
Mit 62 aber dann, man fürchtet schon,
tritt statt dessen ein, die Obstipation.

In Rente gehen, ja das will er,
der Rt „R“, beileibe gar kein Stiller.
Anstatt mit 64 in der Schul zu sitzen
tät er lieber auf den Malediven schwitzen.
Begründend schreibt er ein Libell
an die Obrigkeit gar schnell:
„Die vielen Sabatjahre warn´s zuletzt,
die meinem Wohlsein physisch zugesetzt,
weshalb ich nicht mehr in der Lage
zu unterrichten bin die meisten Tage.“
Doch dann trifft ihn des Reyches Blitz,
denn statt auf den gewünschten Rentnersitz
auf himmelblauen Malediven,
wird man ihn eiligst auf den Thron dann hieven.
Davor aber täts ihm sichtlich bangen
daher bleibt er lieber in der Schule hangen.
Geordert hat mit Vorausblick
er ein Sakko nach letztem Schick,
das man, wenn´s irgendwo dann tröpfelt,
sowohl von vorne wie von hinten knöpfelt.

Der Histosoff bald 64 Lenze voll,
so wie Berg den Chianti, liebt er den Pomerol.
Der Junkertafel lässt er ihn servieren,
den Thron tät dieses arg genieren;
er wollte auch von dem besondren Saft,
der für Geist und Körper spendet neue Kraft.
Die dankt ihm wahrhaft auch der Histosoff,
dem seit Jahren vielfach aus der Feder troff
stets Neues aus der alten Zeit,
insunders Villacher Vergangenheit.
Als jetzt jüngster Ritter hier im Reych
versteht es sich, dass alsogleich
er als Ausrittmeister ward verfügt,
und damit für höh´re Ämter eingeübt.

Jetzt wird auch 65 der Humoricus,
unsres Reychs „sannator aulicus“.
So nämlich heißt der Hofnarr auf Lateinisch,
dies klingt gut und ausnahmsweis nicht schweinisch.
Normalerweis mit 65
ist man rentenreif und wenig sexisch;
doch dieser Sasse unumwunden
holt sich im Ausland Nachhilfstunden.
Wein und Käse stellt er fallweis auf den Tisch,
der Letztre stinkt, weil meistens nicht mehr frisch,
die Lethe käme von den besten Lagen,
meint er, doch hört man es auch anders sagen.
Ungeniert so spielt er seine Narrenfaxen
gleichwohl am Thron die Zornesfalten wachsen.

Profan steht unter unsres Reychs Senioren,
also jenen, die vor langer Zeit geboren,
der SEEBENSTEIN jetzt an der Spitze
und thront auf nebelfreiem Alterssitze.
Jetzt aber Freunde merket auf,
den Sassen ruf´ ich heut besonders auf.
Erhaltenen hat er schon Brillanten
mit viel Karat und noch mehr Kanten.
Denn 90 bald wird dieser Recke
bis Ende Jänner ist nur kurz die Strecke.
Wir wünschen nochmals, wie es schon geschehn,
viel Gesundheit, Glück und Wohlergehn.

Jetzt muss ich den VAKANZER rufen,
nein, nicht vor des Thrones Stufen,
wir wolln ihm heute Gutes tun
und ihn zum 84er lauthals belulun.
Unser Graf mit edlem Blaugeblüte
steht noch ziemlich gut und fest in Blüte
und wär´ Demokratengeist dort nicht in Mode,
in Schlesien wär´ er längst schon Großwoiwode.
Einst entfleucht jedoch der Donnersmärker
dem drohenden Polakenkerker;
ward dann sesshaft in verschiednen Gauen
und endlich an der Villa Seen den blauen.
Hier gern gesehn und weit beliebt,
da sollt er bleiben, weil es doch nichts Bessres gibt.

Der G´LEIM, der heit´re Nockalmstier,
kommt als nächster an die Reihe hier.
So wie der Kalterer dann kälter,
wird nun der Gl´eim halt langsam älter.
85 wird das große Reychskaliber,
das wohlverdient schon lange „Unser Lieber“;
bekannt und hochgerühmt uhuversal
durch seinen Nockalmzyklus schier genial.
Als er jüngst die Jagersippung moderierte
und sich dabei gar nicht echauffierte,
konnte jedermann ganz deutlich sehn,
mit unserm Gl´eim da wird’s noch lange gehen.
D´rum lass´ weiter uns an deinen Lippen hängen
und uns lauschen deiner Dichtkunst heit´ren Klängen.

Jetzt sollt ich drei der muntren Sassen
in einem Schwung zusammenfassen.
Wer sie sind, ich sags gleich hier:
Der FLÖTHI, der DON PICCO und spät der ELEXIER.
Was sie vereint, und das ist wahr,
sind gemeinsam 228 ganze Jahr.
Dividiert durch drei man schließlich diese,
verbleiben 76 Jahr nach Adam diesem Riesen
und so alt wird letztlich jeder von den dreien,
Grund genug heut jubelnd aufzuscheien.
Und sieht man die drei dann vor sich stehn,
man wünscht, es sollt´ keinem niemals schlechter gehn.

Der Trünkhel stammt aus Ugowitz,
auf dessen steilem Kirchturmspitz,
wld. Blechdachs einst logierte,
als er deren Dachstuhl reparierte.
Beim Trünkhel hört man laut Gekreisch
schneidt den Patienten er ins frische Fleisch.
Das ist so der Chirurgen Art,
wenn Blutdurst sich mit Fleischlust paart.
Wenn dieser Freund jetzt 70 wird,
ihm allseits lautes Hoch gebührt;
insunders dann von jedem,
dem es noch gelang zu überleben.
Schlaraffisch aber ist er sonders gütig,
schwingt als C den Stab nicht übermütig,
das Reych deshalb wird ihn behalten,
unsre Förmlichkeit, den langsam alten.

Der Possinus, dem Thron entronnen,
ist ins Reychsparterre herabgekommen.
Mit Freuden und ganz ungebrochen,
selbst wenn 74 an die Tore pochen,
sippt er munter und stets frisch
an jedem Sippungstag an seinem Tisch.
Des Reyches Uhren hat er nicht vergessen,
denn jedesmal stets nach dem Essen
wonach, wie man so sagt, die einen rauchen,
andre wieder eine Dirn gebrauchen,
da widmet sich der alte Uhrentreiber
des Reyches Uhren anstelle welcher Weiber.
In Claudium Forums Gauen lag er heuer leider,
denn ein Arzt und Knochenschneider
hat ihm ein neues Knie montiert,
nachdem das alte ausrangiert.

Der Propolis wird 80 jetzt,
das hätt´ doch Keiner eingeschätzt,
denn wer täglich schluckt das Bienengift
der braucht doch nie ein Facing-lift.
Hört man ihn dann und wann mal klagen,
dass ihm die Nerven ihren Dienst versagen,
dann lieber Freund, denk´ dran, wie schön,
es kann dir Vieles nicht mehr auf die Nerven gehn.

Als unser Ritter Mont a Narr
noch ein paar Jährchen jünger war
dient er als Marschall unserm Reych,
einzigartig und bis dato unerreicht.
Nur manchmal hört man´s leise tuscheln,
der Monti tät bei seinen Sprüchen nuscheln.
Was ihn nicht hindert bei den Kegliaden
Sein Recht zu fordern, selbst mit Schimpftiraden.
Aufgefallen ward´s der Burgfrau schließlich,
und abgestellt der Mangel unverdrießlich,
sodass für Monti, der bald 79 wird,
der Großursipporden keinen Glanz verliert.
Wenn er aber 80 wird, tatsächlich,
dann muss gefeiert werden, aber nicht gemächlich.

Unser Pfeifi-Kuss einst ungeniert,
hat für das C-Poem die Burgfrau engagiert.
Dieselbe wollt dies aber gar nicht missen,
ist sie doch selbst vom Pegasos gebissen.
Als Marschall aber braucht es keinen Dichter
aus Norimberga keinen mit dem Trichter,
hier sitzt, bald 64 er, samt seinem LapTop,
den er geerbt vom Monti samt dem TraumJob.
Wie dieser einst, dahinter fast verschwunden,
tippt er stets solang die Sippungsstunden,
mit starrem Blick das ambtlich Protokoll
und überdenkt was er da schreiben soll,
um des Throns oft irre Taten
keinesfalls der Nachwelt zu verraten.

Jetzt kommt dran der Colofon,
78 Lenze zählt er baldigst schon;
wird auch die Junkertafel stetig dreister,
er zähmt sie immer noch als Junkermeister.
Mit der Knute formt er alle zu Schlaraffen,
die zuvor noch halbe Menschenaffen.
Der Generalmusikdirektor dieses Reyches
– man findt sonst nirgends etwas Gleiches –
hat mit seiner Fiedel Bogen
ein Orchester auf- und hochgezogen,
womit er alle Ohren reich beglückt,
wodurch die Sassenschaft entzückt
und dieses gilt, insunders, mit Verlaub,
für alle jene, die zum Glück schon etwas taub.
Ist der Lepe unser Baudirektor
so ist der Colofon der Burginspektor,
der mit Argusaugen drüber wacht,
dass im Klosterhofe niemand Possen macht;
dazu hat er wahrlich ein Gespühr
und das Reych weiss ihm auch Dank dafür.

Der Knappe 276, labt auch nicht wenig
ist mit 47 gar noch jung und sehnig;
als Techniker an derer Mäuler neuen Zähnen
könnt´ er vielleicht gar Montis Nuschelei bezähmen.
Schlaraff zu sein ist eifrig er bemüht,
weshalb der Junkermeister aufgeblüht
und man als Dank im Reych den Uhu preist,
dass er profan Großeibl nicht Großalbel heißt.

Ist der Colofon der Burginspektor,
so ist der Lepe unser Baudirektor,
der mit Bauhausaugen darauf schaut,
dass am Klosterhof man weiterbaut.
Jetzt 66 Jahr und keineswegs behäbig
ist er in Pension nicht aller Sorgen ledig.
Denn kaum das Lepedarium bezugsreif fertig,
ist ihm die Hausfassade gegenwärtig;
wird restauriert im Ganzen wunderbar,
wie sie einst vor hundert Jahren war.
Der Collekt montiert noch Fenstergitter,
damit gestohlen wird am End kein Ritter.
So geht’s am Klosterhofe weiter,
Berg und Klosterabt, die nehmen es noch heiter.
Einzig nur der Einbau in der Halle stört,
doch hierfür hat uns der Lepe schon erhört.

Weil er im Dezember erst gebürtig war,
fehlt Mec Vadi zum 79er fast ein Jahr
und wie gebaut sind die Schlaraffen,
wird er dies auch locker schaffen.
Entfleucht dem Lotterbett, vorbei das Bresthaftsein,
ins Bresthaus selbst lässt man ihn nimmer ein.
Der Mann war nie ein Minderleister,
gar oft ein Heißsporn ebenso ein dreister;
ein Meister doch in Amt und Würden
ohne Furcht vor Plag und Bürden,
tät immer er sein Bestes geben
dazu noch Manches extra und daneben.
Deshalb willkommen Lethe, Quell und Ihiwitz,
dies sei für unsern Herrn von Tschinkovitz
für alle Hin- und Zukunft das Brevier,
wenn sonst was fehlt, dann hat´s der Elexier.

Der Daham, der niemals rastet
ist von den Mühen endlich jetzt entlastet.
Vorbei das Quell- und Letheschleppen
über steile Stiegentreppen.
Mit 54 ist´s davon genug
die Zeit vergeht ja wie im Flug.
Künftig sorgt der neue Styx dafür
Treppauf, treppab ist nunmehr dessen Kür;
dennoch, Du bester Lethewart,
eines aber bleibt Dir nicht erspart:
Sorge weiter für die Qualität der Lethe
und den Käse auch für unsre Winterfête.

Der Lutz, ist schon ein alter Junker,
der Grund dafür ist kein Geflunker;
er war lange schon zum Ritterschlag gereift
doch hat er stets vorm Schulrat Zuz gekneift.
Diesmal aber dürft es passen,
der milde Knopferl wird ihn ziehen lassen.
Aus dem weit entfernten Sachsen
ist der Junker einst uns zu gewachsen;
als seinerzeit Migrant schon integriert,
das Sprachidiom kaum mehr geniert,
ist´s nun wohl Zeit, mit 52 Jahren,
den Ritterschlag gar endlich zu erfahren.

Den Junker Robert kennt man fast nimmer
auf der Junkertafel fehlt er leider immer;
schuld, so heist´s, sei nur der Ritter Lepe,
der kam, wenn überhaupt, auch jeweils späte
und als man diesen in Pension versetzt,
wurd´ er durch Junker Robert gleich ersetzt.
Wie aber kommt man nun aus der Malaise heraus?
man tauscht den Junker wieder mit dem Lepe aus!
Der Robert hatte niemals Angst vorm Schulrat Zuz,
am Ende aber bleibt er länger Junker als der Lutz.
Mit 63 Jahren dann, profan,
wird er schon alt, der flotte Junkersmann.

Ganz anders da der Junker Karl,
das ist der vom Häuserbaueradel.
Pünktlich ist er da zum Sippen,
Lethe trinkt er, tut nicht nur nippen
und bei unserm Sommerfeste
grillt er Fleisch stets auf das Beste.
Wie gesagt, aus edlem Holz,
trägt er die Junker Kette noch mit Stolz;
nimmer lang wird diese an ihm blitzen,
denn mit noch 46 sollt er an der Rittertafel sitzen.
Und das Reych, das bringt es auf den Punkt,
ernennt taxfrei ihn zum Ausrittsmeister-Reychsadjunkt.

Beileibe aber nicht am Schluss
bleibt noch der Peso, der gefeiert werden muss.
Erst 71 wird der Recke nun doch gleich,
im Altersschnitt ein Jüngling noch in diesem Reych.
In des Gebisses Lücke mangelt immer noch ein Zahn,
welch harte Faust hat dies dem Peso angetan?
Vielleicht sollt man um diesen zu ersetzen
den Knappen 276 jetzt auf den Peso hetzen.
Seit sein Ösophagus ward repariert
da labt er wieder ungeniert
Lethe gerne wie auch Quell
und gar nicht langsam, sondern schnell.
Ein Jahr später kaum, der Oho der schläft nie,
trägt er zur Schlachtbank dann ein ganzes Knie.
Da dieses bereits arg zerüttert,
wurd´ es mit Titanstahl gefüttert.
Bald wird im Kaffeehaus wieder er erscheinen,
und jeden Mittwoch sich erneut mit uns vereinen.

Jetzt endlich geht mein Reim zu Ende,
den Hungrigen, denen zittern schon die Hände.
Doch diese reicht zum Schluss den Wintermännern,
das neue Jahr soll Glück und Uhus Segen spenden;
sie solln noch schöner blühen und gedeihen
und dem Reyche weiter ihre Gunst verleihen.

Dem Schuschnig-Styx samt Helfern unsern Dank
für das Buffet mit köstlich Speis´ und Trank.
Dies den Wintermännern auch, natürlich,
für ihre Spenden reichlich und gebührlich.
Und ganz am Schluss, wie jedes Jahr,
wenn mein Poem zu Ende war,
verkünd´ ich nun, dass um die Frist
und das Buffet eröffnet ist!