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Ein Uhuhertzlicher Willekumm in unserem Reyche !

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Schlaraffia Villa ad aquas (174)

Mit Kebab, Kuskus wird man bald uns nähren,
Können kaum uns diesem noch erwehren,
Sitzen mitten dann im Türkensitze
Und mit Schleierfrauen an der Spitze.
Soweit ist´s zum Glück noch nicht gekommen
Gutmenschen haben nicht die Macht bekommen.
Sollten sies einst soweit bringen
Wird man sie eiligst zur Beschneidung zwingen.
Und wenn solches wirklich einst geschehn,
Wird Gutmenschen man dann keinen sehn.

Deshalb wie schon in all den Jahren
Sollt uns auch jetzt nichts bessres widerfahren,
Als bei Roastbeef, Lachs und Rauchforelle,
Die wie immer auf die Stund zur Stelle,
Zu preisen all die Wintersassen laut im Ton
S´ kostet nur die Quote, keinesfalls Zircumcision.
So sind vorbei der Somm´rung schöne Tage,
Vorbei der Gartenfeste Trinkgelage,
die manchem Sassen einen hohen Posten
in seinen kalkulierten Wochenkosten
im Budget derjen´gen hat ergeben,
die da feierten ein neues Jahr in ihrem Leben.

Zur Zeit regiert in Villachs Gau der Punsch,
Nach Glühwein regt sich allgemein der Wunsch,
Doch wo man einst an Ständen sich gedrängt,
Das Volk sich jetzt in teure Hütten zwängt.
Der Hauptplatz hat verändert sein Gesicht,
Den Weihnachtsbaum sieht man fast nicht,
Statt dessen steht jetzt dort ein Hütteldorf,
Für Sauf und Säuferinnen ein begehrter Ort.

Superlative werden für die Stadt gefordert
Ganz von oben wird dies streng geordert.
Dem Befehl getreu führt man ihn aus
Und baut gleich das La Vita Hurenhaus.
Dort finden Platz, man kanns kaum ahnen,
Tatsächlich 140 leichtgeschürzte Damen.
Der Bürgermeister, zuvor noch Stadtdirektor,
Avanciert sogleich zum ersten Puffinspektor.
Im ORF wird man ihn bei der Eröffnung sehn
Superlativ dort lächelnd mit Prosecco stehn.

Dergleichen aber wollen die Schlaraffen nicht,
Für ältere Semester vielleicht auch eine schwere Pflicht.
Sie folgen lieber der gewohnten Sitte,
Und lenken hin zur Burg heut ihre Schritte
Um zu feiern wiederum des Winters Kinder
Denjenigen des Sommers auch nicht minder.
Drum strömt herbei mit Burgfrau sowie Tross,
Geöffnet ist des Burgtors Schmiedeschloss,
Atzung und Labung erfüllen jeden Wunsch,
besser jedenfalls, als Glühwein oder Punsch.

Alle Sassen, die geboren einst im Winter
von Lethe- hin bis Ostermond als Knabenkinder,
sie sollen jetzt im Reych gefeiert werden,
dass sie ein Jahr älter wurden hier auf Erden.
Sie selbst versuchen wiederum auf´s Beste
Revanche zu geben für die sommerlichen Feste,
die mit Freuden sie dereinst genossen
an den Jubeltagen sommerlich geborner Reychsgenossen.

Zuvor jedoch wolln wir die Damen grüssen
Und dankbar ihre Hände küssen,
Dass sie geneigt, dies Fest den Sassen heut zu weihn
Und uns die Freude schenken, miteinander froh zu sein.

Das wolln wir tun und jetzt gehts in´s Detail,
Denn die Wintermänner halt´ ich nunmehr feil;
Sie werden alle jetzt auf´s Korn genommen
Da sie von Lethe noch nicht arg benommen.
Und ohne Rücksicht auf so manchen Sassen
Werd´ ich sicher keinen übrig lassen.
Es wird dem Alphabete nach man numeriert,
gleich ob´s den Einen oder Anderen geniert.

Mit Uhus Gunst fang´ ich jetzt also an
Mit dem ÄDIFICUS als im Kataloge erstem Mann.
Ihn hab schon oft ich hier hofiert,
Den Mann, der zweifach diplomiert.
Als solcher schuf in Warmbad er die Therme,
Im LKH den Trakt für löchrige Gedärme.
Dort baut er jetzt nicht einen Ort der Toten
Sondern den für krank gewordene Psychoten.
Was dort dereinst als Narrenhaus bekannt,
Ist jetzt zum Haus für selische Gesundheit umbenannt.
Für Villas Sassen hat er dort nichts reserviert
Im stillen Glauben, dass hier solches nicht passiert.
Lieber Freund, es unterholt im Reych dich wieder keiner,
Ihr bleibt mit 41 nach wie vor der Jüngsten einer.
Deshalb passt auf, auf dass Ihr nicht vergeßt,
Das Protokoll zum hundertjähr´gen Stiftungsfest.

Ihm auf den Fersen ist, es kann nicht anders sein,
Der Ritter für den „soviel Zeit muss sein!“
Der trägt statt Rüstung oft nur Uniform
Für Nüsseknacker ist dies scheinbar strenge Norm.
Mit goldnen Tressen, reich bestückt mit Orden
Ist CLAVIRIBUS UNITIS der 1. Hauptmann dieser Horden.
Stets wenn es gilt jemand öffentlich zu ehren,
Dann krachts in Villach von Schüssen aus Gewehren.
Ob man Franz Josef weckt in seiner Gruft,
Den Hans Gasser, aufgestellt in freier Luft,
Im Oktober dann die Abwehrkämpfer
Für die Büchsen dann erst recht kein Dämpfer,
Doch beim Kirchtag sind sie außer Rand und Bande
Denn da kommen Knacker aus dem ganzen Lande.
Und mitten drin stets grinsend wie ein Kalbel,
Im grün-rot Sakko der Bürgermeister Albel.
Jetzt 64 Lenze, wird übers Jahr er 65 schon,
Gehen dann auch Nüsseknacker in Pension?
Der ASR Vorsitz bleibt ein Mirakel
Kriegt er ihn nicht, ist´s wahrlich kein Debakel
Denn was man hört, scheint offenbar gar nicht gelogen,
Hat ihn die Burgfrau wirklich eingezogen?

Heissa, ruft der COLOFON
Jetzt werd´ ich 79 Jahre schon!
Doch nächstes Jahr erst, wenn ich achtzig,
Da wird es heiter werden, dann wird es patzig!
Da werden sich die Tische biegen
Und ich von Grappa voll darunter liegen.
Ich mag nicht gern das Multi-Kulti,
War lieber stets ein Ämter-Multi.
Und wie der Trünkhel ein Chirurg,
Bin ich Inspektor unsrer Burg.
Nur eines kann mich nicht mehr reizen,
Für den OR die Räume einzuheizen.
Vorbei für immer dieser Drill
Weshalb ich vom Archiv auch keinen Schlüssel will!
Doch Rt Berg, wie immer gnädig,
Gab ihm den Schlüssel, es schien ihm nätig.
Dem Colofon ein leiser Fluch enteilt,
Als Kalfaktor schien er wieder eingeteilt.
Doch plötzlich strahlt dann sein Gesicht:
Der begehrte Schlüssel sperrte nämlich nicht.

Er ist ein Ritter, heißt DAHAM,
Der stets, wenn überhaupt, verspätet kam.
Der Kalterer wird niemals kälter,
Doch der Daham ist wieder ein Jahr älter.
Umso älter nämlich, desto reifer wird der Wein,
Bei unserm Lethewart sollt dies genau so sein.
Mit jetzt 55 mitten drin im Lebenssaft
Hoffen wir, dass er mit aller Kraft
Nur beste Lethe für das Reych erkundet,
Damit die Sassenschaft daran gesundet.
Dafür wird man ewig Dank ihm zollen
Mit erhobnem Humpen jeweils vollem.
Drum sorge weiter für die Qualität der Lethe,
Und bitte gleichfalls für der Winterfête Käse.

Als nächster winkt von meiner Liste hier
Wie stets der wackre Ritter ELEXIER.
Der kann am lautesten alljährlich lachen,
Denn kaum einer sonst dreht solche Sachen,
Wie der, wenn andre altersmüd am Jahresende,
Fast ein Jahr später erst begeht die Alterswende.
So geht’s auch diesmal, wenn er endlich 77 voll,
Und mit Verjüngungspillen lebt er weiter toll.

Der FLÖTHY und DON PICCO, diese beiden,
Konnten´s dereinst nicht vermeiden,
Dass gemeinsam sie in hohem Bogen
In der 7ten Klasse durchgeflogen.
Was damals sie dabei vereint,
Der CV war beiden ein erklärter Feind.
Heut können drüber sie nur lauthals lachen,
Was soll´n sie auch mit 77 andres machen?

Draußen wird’s nun immer kälter,
Doch der G´LEIM wird äußerlich kaum älter.
Wird 85 aber trotzdem heuer
Und wie man weiß, das wird auch teuer!
Doch lieber G´leim, du Bodensdorfer Eichenstamm,
das Reych gedenkt mit großem Dank daran,
da du beim Burgbau alles was aus Holz geschaffen
und Vieles noch zum Wohle der Schlaraffen.
Dein Nockalmzyklus, der ist schier genial
Bekannt und hochgerühmt uhuversal;
Nähm´ man ihn auf auf DVD oder auch Platten,
er stellte Goethen wie auch Schillern in den Schatten.
Bleib weiterhin als großes Reychskaliber,
gesund und wohlverdient auch „Unser Lieber“.
Und wie gewohnt im Reych allhier
Der unvergleichlich heitre Nockalmstier.

Profan forscht HISTOSOFF am Krapfenbacher jetzt
Ein Wirtshaus einst von vielen Villachern geschätzt.
Zum Schluss war es das Reich von unserm Styx,
Nun ist´s vorbei, man kriegt für immer dorten nichts.
Für Pensionisten jetzt errichtet man ein Heim
Doch nur Nobelrentner lässt man dann hinein.
Mit 65 kommt der Histosoff ins Rentenalter,
Will er dort hinein als Heimverwalter?
Dem Reyche würde jedenfalls dies nützen
Er könnte dann den Kalcherfries beschützen.
Um ein Logis auch sicher einst zu kriegen
Geht er dorthin vielleicht schon probeliegen?

Jetzt wird auch 66 der HUMORICUS,
Immer noch des Reychs sannator aulicus.
So nämlich heißt der Hofnarr auf Lateinisch
Ausnahmsweise einmal gar nicht schweinisch.
Normalerweis mit 66
Ist man rentenreif und gar nicht sexisch.
Doch dieser Sasse unumwunden
Holt sich in Panama die Nachhilfstunden.
Nennt „allegria“ das mit Unschuldsblick,
Doch jeder kennt dies gleich als faulen Trick.
Gut dass er selten eine Sippung schwänzt
Und dabei Lethe wie auch Käs kredenzt;
Dies ärgert stets den hohen Thron,
Denn der kriegt leider nichts davon.

Im Reych gibt’s einen Bau- und Zimmermeister,
Ihr kennt ihn nicht? Doch, Rt LEPE heißt er.
Und wie der Colofon der Burginspektor,
So ist er unsrer Burg verdienter Baudirektor.
Jüngst kam es da zu einem Zwist,
Ob der Med Bull auch Fleischermeister ist?
Die Sache ist dann leidlich eskaliert,
Die zwei haben sich auch lautstark echauffiert,
Der Thron sich nicht mehr halten ließ
Und steckt den Lepe in das Burgverließ.
Jedoch der Kerker dauert weniger als ewig,
Denn mit 67 ist der Lepe bereits haftunfähig.

Der LUTZI-FAIR ist endlich Ritter,
Der Weg dorthin war wirklich bitter,
Denn für die Junkerprüfung hat er zwar das Hirn
Doch vor dem Zuz stand ihm der Angstschweis auf der Stirn.
Der Knopferl endlich ließ den Sachsen ziehn,
War er doch prächtig schon im Reych gediehn.
Sein Sprachidiom kaum jemand noch geniert
Ist jetzt der Immigrant mit 53 endlich integriert.

Jetzt muss ich den MEC VADI rufen,
Nein, nicht vor des Thrones Stufen;
Das Plenum will ihm heute Gutes tun
Und ihn zum 80er herzhaft belulun.
Dass auch der Meci 80 wird,
Er wohl selbst nur in den Beinen spürt,
Denn in der Burg beteuern alle Sassen
Dass Hirn und Geist kaum Wünsche übrig lassen.
Ward jüngst zum Großursippen erst erkürt,
Mit Stolz den Orden er nun sichtbar führt.
Man hat dabei die Reychsverdienste aufgezählt,
Die Liste lang, das Blatt zu kurz, hat manches noch gefehlt.
So vieles also extra und daneben,
denn er tat stets sein Bestes geben.
Und deshalb sag´ ich´s unverholen
Um mich dabei zu wiederholen:
Es sei für unsern Herrn von Tschinkowitz
Willkommen Lethe, Quell und Ihiwitz
Für alle Hin- und Zukunft das Brevier,
Wenn sonst was fehlt, das gibts beim Elexier!

Dagegen wird MED BULL erst 60 heuer
Sehr erfreulich für die Quotensteuer.
Dabei lassen lauthals hoch ihn leben
Die von ihm selbst betreuten Quatropeden.
Dies insunders weil inzwischen klar,
Dass er niemals Metzgermeister war.
Hingegen ist er Präsident der Vetrinäre
In der Villa Herrlichkeit als größte Ehre.
Dabei oft, wenn seine Hand im Darm der Kuh,
Denkt er, lieber hätt er seine Ruh,
Als im OR mit diesem Sassenhaufen
Sich wegen andrer Würdeposten rumzuraufen.
Da sind ihm lieber Stiere, Kühe, Gäule
Doch er trotzdem als starke Säule,
Ein Garant für unsres Reychs Gedeihen,
Gestärkt durch Lethe anstatt Quereleien.

Doch nicht einer feiert 80 nur
Ein zweiter fährt auf gleicher Spur.
Der sogar die Spitze hält,
Denn er kam früher auf die Welt.
Der MONT A NARR er schafft es schon im Jänner,
Der Mec Vadi später, im Dezember.
Der Monti einst ein Marschall ohne gleichen,
Konnt keiner damals ihm das Wasser reichen.
Doch nach Wasser strebte niemals seine Gier
Nur feinste Lethe ist sein Leibplaisier.
Auch dem Ihiwitz ist er nicht Feind
Und man sah, wenn beides sich vereint,
Den Monti wehren sich mit Fuß und Händen
Als es galt, sein Marschallamt für immer zu beenden.
Und erst unlängst wieder trieb er´s toll,
verweigert gar der Herrlichkeit das Protokoll,
Unter Hinweis auf die vielen Seiten,
Die er schrieb zu seinen Marschallszeiten.
Nur Dank der Güte unsrer Herrlichkeit
Kriegt er das Protokoll drauf nicht auf Lebenszeit.
Hat vor der Burg dann einen Parkplatz frech ergattert
Und dabei arg den armen Rt Zuz verdattert.
Wie dem auch sei, man muss ihn lauthals heute loben,
Der Großursipp-Orden ward ihm verliehen schon von droben;
des Reyches Zeichen großer Dankbarkeit
Sie ist ihm sicher jetzt und garantiert auf alle Zeit.

Unser PESO einst Herold voll mit Eifer,
Dann ein ebensolcher Pönenkneifer
Zählt bald schon 72 lange Jahr
Und glaubt dies selber kaum, fürwahr.
Auch seit ein paar Jahren schon
lebt der Recke fröhlich in Pension
ist im Reychs-Kaffeehaus wohlgelitten,
in der Nobelrentner Schar inmitten.
Am Fahrrad kann man ihn auch sehn
Mit Montur und Helm zwar gar nicht schön,
Strampeln auf und ab die steilen Hügel,
Doch nie am Tandem wie der Rt Triebl.

Der PFEIFI-KUSS einst ungeniert
Hat stets als C die Burgfrau engagiert;
Dieselbe wollt dies eigentlich nicht missen,
Ist sie doch selbst vom Pegasos gebissen.
Als Marschall braucht er nunmehr kein Poem,
Statt dessen einen Lap-Top als Vehikel
Der schreibt für ihn die Reychsmatrikel.
Notiert genau der Sassen heimische Präsenz
Das Jahrungszeichen ist daraus die Konsequenz.
Erst 65 wird der Recke nun doch gleich,
Im Altersschnitt ein Jüngling noch in diesem Reych.
So ist die Zeit noch lange nicht gekommen,
Die er mit Montis Vorbild hat für sich genommen.

Den POSSINUS hat´s sehr gefreut
Dass das Reych, nicht ausgerechnet heut,
Doch just zum 75. Geburtstag
Für die Klause eine neue Uhr hat.
Der Greislauf hatte sie dem Reych verehrt
Und ward dafür auch sichtlich hoch geehrt.
Der Possi tät sofort sie okkupieren,
Um sie vorn und hinten einzuschmieren.
Er hat sie fachgerecht zerlegt,
Jedes Schräubchen säuberlich gepflegt.
Das alles setzt er wieder dann zusammen,
Und hofft, er weiß woher die Teile einzeln stammen.
Nachdem durch Uhus Gunst gefunden alle Glieder
Ruft der Possinus erlöst: Hurra, die Uhr geht wieder!
Lieber Freund, fahr weiter flott auf dieser Spur,
Zum 80er gibt’s vielleicht dann eine neue Uhr.

Um sechs Jahr älter, aber nur zum Schein
Geht der PROPOLIS mit 81 aus und ein.
Gelée Royal das nimmt er schon seit Jahren,
Und kann sich so die Altersfalten sparen.
Er denkt, das mach ich allseits jetzt publik
Und eröffne eine Anti aging Reychsboutique.

Der Ritter „R“ denkt, dass es baldigst jetzt passiert,
Wonach seit Jahren er schon eifrigst giert.
Er hofft jetzt nämlich auf Pension
Wird bald 65 Jahre demnächst schon.
Bis dahin will er doch die Zeit verkürzen
Und sie mit vielen Ausgleichstunden würzen.
Will es am Schluss deshalb probieren
Die Schule noch ein letztes Mal düpieren.
Und so fliegt der Peter Malle gar
Volante pede nach Südafrika.
Dort will er seine Ahnen eruieren
Und den Schimpansenstall genau studieren.
Auch ist der „R“ ein Janus-Mann,
Den man von vorn und hinten knöpfeln kann.
Was man dabei zu sehn bekommt,
Im Grunde nur der Burgfrau frommt.
Dem Reych genügt die Vorderseite
Wenn nunmehr Pflicht vor Neigung schreitet.
Denn es gibt zahlreich Ämter sowie Würden
Ihm jetzt auf Kopf und Schultern aufzubürden.

Der SPERR-LING, im Dialekt der Spatz,
Vollendet jeweils einen Satz
Den man als gereimt erwartet
Stets ungereimt, somit total entartet.
63 wird der Mundschenk jetzt
Doch wehe, wenn man ihn ersetzt.
Wir wollen keinen andern haben,
Möchten weiter ungereimte Lethe laben.
Im Herbst verlässt er jetzt Kakanien
Und reist ins herbstlich schöne Spanien;
Und in dessen warmen Sonnen
Genießt er mit der Burgfrau frühe Alterswonnen.
Tatsächlich, ist´s kein leerer Wahn,
Spaniens Fliegen hab´ns ihm sichtlich angetan.

Dem Alphabet gemäß kommt jetzt dann gleich
Des Reyches Herold, unser Ritter STREICH.
Der schönste Herold, den man jeh erspäht
Wenn selten er im Paarungstanz sich dreht.
Nicht nur im Dienstgewand zeigt er seinTemprament,
Auch in der Reychsmusik auf seinem Saiteninstrument.
Er könnt´ bald im Reych die Erste Geige spielen
Tät´er endlich doch auf Amt und Würden schielen,
Mit 64 reicht sein Alter weitaus schon
Auch sein Geigenspiel braucht keine Perfektion.

In Uhugowitz dort lebten TRÜNKHELs Ahnen
Bevor als Kaufleut sie nach Villach kamen.
Er hat als Herold hier einst angefangen
Jetzt Cermonier mit seinem Stab dem langen.
Wird 71 künftig bald die Förmlichkeit
Ist immer er parat und hilfsbereit
Als ein Chirurg mit Schere, Pflaster und Skalpell
Im Reych für jedermann auch gleich zur Stell´.
Insunders wenn´s gilt auszureiten mit den Sassen,
als deren Sanitäter dann und ohne Krankenkassen.

Sei´s zum Sommerfest, sei´s Rätselfahrt
Der Ritter TSCHA-LI, der ist stets parat
Schnitzel, Würste sowie anderes zu grillen
Um der Sassen Hungersnot zu stillen.
Serviert gekonnt Spezialitäten
Ohne Rücksicht auf diverse Diäten,
Ist er ein wahrlich bester Haubenkoch
Ein solcher fehlte unserm Reyche noch.
Erst 48 zählt der Ritter jung an Jahren
Wir werden viel von seiner Kochkunst noch erfahren.
Und auch als Küchen- sowie Kellerwart,
Braucht das Reych Sassen, die von solcher Art.
Als mein Hilfskassier hat er bestens sich bewährt
Hat auch gemerkt, was einem dabei wiederfährt.

Doch nun vorbei der Ritter bunter Strauß
Nur zwei Junker und ein Knappe stehen jetzt noch aus.

Der Jk ROBERT aus dem Clan der Malle
Ging der Profanei so in die Falle,
Dass er kaum mehr sippen kann
Und wenn ja, nur dann und wann.
Geschieht solch ein Miraculum,
Steigt rapid der Quellkonsum,
Denn dann gilt es nachzuholen
Die versäumten Alkoholen.
Doch schon 63 und noch Junker, in der Tat,
Braucht er dann wohl 80 Jahre bis zum Ritterschlag.

Der Jk SIEGFRIED scheint aus anderm Holz
Vielleicht der Junkertafel ganzer Stolz.
Bei jeder Sippung stets zugegen,
Beim Lethelaben nicht verlegen,
So wie er das Junkerdasein meistert
Ist er von Schlaraffia total begeistert.
Um auch zu lohnen diese Lust
Hing man die Junkerkette ihm um Bauch und Brust.
Er lebt erst 48 Jahr auf dieser Erden,
Aus diesem Junker könnt also noch manches werden.

Einen Aufschwung für die Quotenkasse
Hätt´ bedeutet ein im Reych schlaraffisch jüngster Sasse.
Er entstammt dem Land der Bajuwaren
Wie zwei der solchen auch schon bei uns waren.
Die hatten wir brav aufgezogen,
Doch dann sind sie uns davongeflogen.
Auch der ward neulich erst zum KN 280 gekleidet,
Jedoch als fahrend dann sogleich das Reych vermeidet.
Wir werden ihn deshalb allhier nicht feiern,
Wir haben halt kein Glück mit unsern Beutebayern.

Jetzt aber endlich geht mein Reim zu Ende,
Die Hungrigen, die reiben schon die Hände.
Doch diese reicht zuvor den Wintermännern,
Das neue Jahr soll Glück und Uhus Segen spenden;
Sie mögen weiter blühen und gedeihen
Auch dem Reyche ihre Gunst verleihen.

Dem guten Styx samt Helfern unsern Dank
Für das Buffet mit köstlich Speis´ und Trank.
Dies den Wintersassen auch, natürlich,
Für ihre Spenden reichlich und gebührlich.
Und ganz am Schluss, wie jedes Jahr,
Wenn mein Poem zu Ende war,
Verkünd´ ich nun, dass wirklich um die Frist
Und das Buffet somit eröffnet ist!